pier-569314_1280[1]

„Männer sind anders, Frauen auch …“

unter diesem Titel hat der Paartherapeut John Gray einen Ratgeber für funktionierende Partnerschaften herausgegeben. Wenn wir das wissen, warum handeln wir nicht danach?

Frauen reden über ihre Probleme. Dabei reden sie oft über das selbe Problem immer und immer wieder. Das heißt nicht, dass man es dem Mann 5 Mal erklären muss, bis er versteht. Reden führt bei Frauen zur emotionalen Entlastung. Ob das Problem dadurch gelöst wird, ist zweitrangig. Aber die Frau fühlt sich besser. Für Männer vielleicht nicht zu verstehen. Aber akzeptieren, dass es so ist, das sollten sie schaffen. Ändern können sie es eh nicht. Einfach mal Mund halten und zuhören wäre da ein guter Anfang.

Männer reden nicht. Sie denken und handeln. Basta. Sie sehen, werte/r Leser/In, die „Problemlösungsstrategien“ könnten unterschiedlicher nicht sein. Zuerst verkriechen Männer sich in ihre Höhle. Dort denken und grübeln sie und machen das Problem mit sich alleine aus. Die Frau fragt sich: Warum redet er nicht mit mir, warum schließt er mich aus? Tut er nicht. Er löst nur gerade ein Problem. Auf seine Weise. Männer legen Hilfe annehmen leider immer noch als Zeichen von Schwäche aus. Lassen Sie ihn in der Höhle einfach mal in Ruhe.

child-355176_1280[1]

Als „starkes Geschlecht“ sollte man doch keine Schwäche zeigen. Außerdem definiert man sich doch als kompetenter Problemlöser und holt sich da seine Selbstbestätigung. Oder nicht? So bekam man es Jahrzehnte lang vorgelebt und durch Medien und Gesellschaft immer wieder bestätigt. Dabei ist Gefühle zeigen doch so wichtig, im Privat- wie im Berufsleben. Vielen denken, Gefühle zeigen macht verletzlich. Nicht notwendigerweise. Gefühle zeigen oder darüber sprechen bedeutet, man besitzt innere Stärke und ist mutig. Dies wäre zumindest eine logische Schlussfolgerung. Wer seine Gefühle ständig unterdrückt, wirkt unnahbar, wenig einschätzbar und gefühllos. Nur wer authentisch ist, sich so zeigt, wie er sich fühlt, kann echte Nähe, Bindung oder Beziehung entstehen lassen. Das wirkt sympathisch, einschätzbar und vertrauensvoll. Besser geht es nicht. Und dennoch ist es so schwer. Auch über Probleme zu sprechen. Ich denke, bevor man über Probleme spricht oder gar Hilfe annimmt, muss man mehrere Schritte geschafft haben:

new-zealand-583174_1280[1]

Zuerst muss man ja mal bemerken, dass man ein Problem hat. Selbst wenn man das merkt, denkt man oft: „das geht von alleine weg“, oder „so schlimm ist es nicht“ (Problemerkenntnis/ Hilfsbedürftigkeit). Dann ist es oft so, dass man sich schämt, weil man etwas nicht schafft oder nicht gut genug ist (für wen eigentlich?). Leider weiß man da noch nicht, dass es ganz vielen anderen auch so geht. Und zu guter letzt fehlt vielen der Glaube, dass das Problem sich vielleicht doch ganz leicht lösen lässt. Hinterher ist man halt immer klüger. Da hilft nur eines: ausprobieren. Zum Beispiel Coaching, Familienberatung oder Therapie; was auch immer Sie glauben, dass vielleicht helfen könnte. Rufen Sie an. Wenn nicht bei mir, dann bei jemand anderem. Hauptsache, Sie machen den ersten Schritt. Den können nämlich nur Sie selber machen. Danach wird es dann leichter.

Advertisements